22.06.2019, von Markus Dott

Jugenddienst Flächensuche und Personenrettung

Das THW ist auf die Suche und Rettung von vermissten Personen spezialisiert. So gibt es beispielsweise spezielle Fachgruppen, welche sich mit der Aufspürung von Vermissten befassen, sowohl mit Rettungshunden, als auch mit technischem Ortungsgerät. Zusätzlich kann das THW aber auch bei groß angelegten Flächensuchen eingesetzt werden.

Am vergangenen Samstag übte die Jugendgruppe des THW Gummersbach eine solche Flächensuche. Gruppenführer Markus Dott hatte sich dazu ein Übungsszenario ausgedacht. Bei einem Angelwettbewerb in einer Forellenzucht nahe Oesinghausen war ein Junge unbemerkt weg gelaufen, wurde nun vermisst und mit großem Kräfteeinsatz gesucht. Dem THW Gummersbach wurde ein eigener Suchsektor zugewiesen.

Die Übung begann mit einer Einweisung in das Szenario und einer anschließenden theoretischen Unterrichtseinheit. Es wurden noch einmal die Gefahren der Einsatzstelle anhand eines Merkschemas und die 5 Phasen der Rettung besprochen. Eine Personenrettung beim THW besteht aus den Phasen Absuchen, Durchsuchen, Eindringen, Retten und Beräumen, welche nacheinander abgearbeitet werden.

Mit einer breit ausgestellten Suchkette wurde das unwegsame Gelände durchkämmt. Nach kurzer Zeit stießen die Jugendlichen auf die Ruinen einer alten Pulvermühle. Diese wurden professionell unter Beachtung möglicher Gefahren durchsucht. Dabei drang man auch in schwer zugängliche Bereiche ein.

Das vermisste Kind konnte in Form einer Übungspuppe auf einem Dach eines der Gebäude ausfindig gemacht werden. Es war über einen Baum auf das Dach geklettert, dabei abgestürzt und lag nun verletzt in etwa 4m Höhe.

Damit begann die Phase der Rettung. Um die handwerklichen Fähigkeiten der Jugendlichen zu trainieren, musste aus vorgefundenen Kanthölzern eine Leiter hergestellt werden. Reihum wurde gesägt und genagelt. Nach der Fertigstellung konnte das Kind erreicht und erstversorgt werden. Die Rettung erfolgte schonend in der Schleifkorbtrage des Gerätekraftwagens (GKW) über die selbst angefertigte Leiter.

Damit endete ein interessanter und spannender Jugenddienst!


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